Kolumbien

Sonntag 4. November 2012

Nach 26 Stunden auf See erreicht die Stahlratte mit der kostbaren Fracht von 14 Motorrädern sicher den Hafen von Kartagena. Passagiere von Bord, Motorräder erst in zwei Tagen weil der Zoll morgen noch Feiertag hat.

Einfahrt in den Hafen von Kartagena

Kartagena ist einerseits eine moderne Touristen und Handelsstadt, der wichtigste Hafen des Landes, andererseits aber auch eine der ältesten Kolonialstädte des Kontinents. Von hier wurden damals das ganze Raubgold nach Spanien verschifft. Entsprechend interessant war diese Stadt auch für Piraten. Somit wurde eine Befestigungsanlage erstellt die uneinnehmbar war.

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Dienstag 6. November 2012

Der grosse Tag: um 06:30 werden 14 Motorräder per Kran vom Deck der Stahlratte ins Schlauchboot gehievt und dann ans Ufer gefahren. Dort mit 5 Mann und HAU RUCK auf den Steg gehoben. Ein Schauspiel auch für die Pasanten. Manchem von uns war nicht ganz wohl bei dieser Aktion. Hat aber alles geklappt.

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Dann weiter zum Zoll. Dort haben wir den ganzen Tag gewartet. Um 17:30 hatten wir endlich alle Papiere, nur 4 Versicherungspolicen fehlten, meine natürlich auch. Also nochmals eine Nacht in Kartagena und am nächsten Tag um 11:30 kamen dann auch die restlichen Policen. Also nicht wie los in ein neues Land. Der Grossteil macht sich auf an die nördliche Karibikküste, mich zieht es in die Berge. Auf meinem Weg treffe ich später auf Harry aus England, mit dem ich noch eine gemütlichen Abend in Sinselejo verbringe. Dann geht’s aber definitiv in die Berge.

Der Verkehr in Kolumbien ist enorm, Konzentration ist verlangt, vor allem die Busse und LKW fahren und überhohlen rücksichtslos. So muss ich eine weitere Nacht in San Alberto verbringen.

Freitag 9. November 2012

Endlich Berge und was für welche. Von San Alberto geht es über Bucaramanga ins Herzen von Kolumbien, über einen endlosen Pass auf 3500m. Da heisst es zum ersten Mal wieder Regensachen wegen der Kälte anziehen. Tagesziel nach endlosen Kurven ist Pamplona auf 2500m, Ca 80km vor der Venezolanischen Grenze. Die Nacht war richtig kalt. Im Hotelbett war Webpelz angesagt.

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Samstag 10. November 2012

Geplant war eigentlich ein Nebenstrasse durch die Berge, diese wurde mir aber von der örtlichen Polizei dringend anempfohlen. Zu gefährlich um alleine zu bewältigen. Also auf der gleichen Passstrasse zurück nach Bucaramanga und dann Richtung Bogota durch einen traumhaften Canyon nach San Gill, das Adventure Mekka von Kolumbien. Nebenbei auch eine schöne Kolonialstadt. Mal sehen welche Abendheuer sich morgen ergibt.

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Na was wohl? Gleitschirmfliegen natürlich. Und es hat mich wieder gepackt!!  🙂
Hoch über dem Canyon den ich gestern durchfahren habe ist die Freiheit wohl grenzenlos. Kein Verkehr, perfekte Thermik und nur Ruhe. Es war der Hammer.  🙂

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Montag 12. November 2012

Grosser Waschtag, weil die Seitenkoffer nicht ganz dicht sind haben diesmal die Sachen im rechten Koffer gelitten. Schimmel am Schlafsack und den Lenkerstulpen. Alles riecht etwas seltsam. Also alles Waschen und Tumblern, dann ist es wieder April-Frisch. Den Nachmittag habe ich doch noch für einen Ausflug nach Barichara genutzt, ein nettes kleines Dörfchen, sauber und sehr Touristisch. Diese waren aber nicht da.

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Dienstag 13. November 2012

Die Weiterfahrt in Richtung Bogota habe ich nochmals unterbrochen in Villa de Leyva. Auf 2500m gelegen, mit sehr angenehmen Temperaturen. Tags um 24C und Nachts 16C. Die fahrt durch die Berge ist wie immer hier sehr kurvig und die Strassen sind alles andere als immer mit Asphalt versehen. Richtig lustig und unterhaltsam. Villa de Leyva ist in bestem Zustand, alles renoviert und das berühmteste ist der Plaza Mayor, man sagt der grösste in ganz Südamerika.

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Mittwoch 14. November 2012

Grossangriff auf Bogota. Die Hauptstadt liegt auf über 2500m und hat ganzjährig angenehme Temperaturen wie Villa de Leyva. Es ist aber eine Grossstadt. Vom Stadtrand bis zur Altstadt immer wieder Verkehrsstau und 2Stunden Fahrzeit. inkl. Stehzeit 🙁
Die Altstadt ist dafür ein Traum. Regierungsgebäude und alle Strassenzüge im Kolonialstiel. Man gibt sich hier die grösste Mühe, der Stadt schnell zu neuem Glanz zu verhelfen. Renovationen überall. Leider natürlich wie in jeder Grossstadt Bettler und Strassendiebe an jeder Ecke. Trotz grosser Polizeipräsenz fehlt mir hier das Sicherheitsgefühl das ich bis anhin überall in Kolumbien hatte.

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Donnerstag 15. November 2012

Von Bogota weiter nach Cali, einer grossen Stadt auf dem Weg nach Equador. Dort treffe ich erneut auf Steve und Roy aus Norwegen zusammen mit Jacke aus Polen, alle drei auf dem Wge nach Süden. Nach dem wir einen Tag für Motorradunterhalt investiert haben, BB bekam den 60’0000km Service, Steve neue Reifen, fahren wir am Samstag durch eine wunderschöne Bergwelt in Richtung Grenze Equador. Der Letzte Stop in Kolumbien ist die Stadt Pasto. Nichts wichtiges, aber genau vor Einsetzten des Regens sind wir im Hotel angekommen.

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Sonntag 17. November 2012

Erst 100km weiter durch diese sagenhafte Bergwelt bis kurz vor der Grenze. Dort besuchen wir noch das Santuaorio de las Lamas. Eine Prachtvolle Wallfahrtskirche die über einen Fluss gebaut wurde. Natürlich überall Souvenirs und weil Sonntag, jede Menge Pilger.

Nach einer kurzen Stärkung mit Spanferkel dann noch der Grenzübertritt nach Equador.

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4 Kommentare zu Kolumbien

  1. Martin Strasser sagt:

    mach et jutt.

    für mich fängt am wochenende wieder das skifahren an.
    Übrigens: habe mir die neue GS watercooled bestellt.

  2. Allan sagt:

    ich denke , so im nachhinein, zusammen hätten wir wohl einiges doch fahren können. Trotz abraten von diesem und jenem.
    gute Fahrt. ps war in Sölden zum Skitesten für 4 Tage.
    nebenbei: welche Temperaturen herrschen so auf normaler Höhe ?

  3. Freue mich mega, dass Du wieder Freude am Gleitschirmfliegen hast!! 🙂 Eben ein echter Abenteurer! Nicht nur über Land, jetzt auch wieder durch die Lüfte! lgg

  4. Sissi sagt:

    Es sieht ja wunderschön aus. Aber wenn sogar Du das erste Mal das Gefühl der Unsicherheit hast:Pass auf Dich auf!!!!!!

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