Süd Italien

Freitag 21 April 2017

Weil es südlich von Rom so viel anders ist musste ich eine neue Seite beginnen. Der Verkehr ist nur noch chaotisch, ohne Regeln ohne Sinn, jeder schaut nur noch für sich selber. Sie Strassen sind um eine ganze Klasse schlechter, es wird kaum noch Unterhalt gemacht. Die Häuser sind ungepflegt und jeder Fassade heruntergekommen. Dafür sind die Leute offen und nett, hilfsbereit und jederzeit für einen Spass zu haben. Mir gefällt’s.

Also ich verlasse Rom am frühen Morgen und möchte eigentlich über die Abruzzen weil ich Berge so mag. Die hohen Pässe sind aber noch wegen Eis gesperrt und deshalb bleibe ich in den ersten zwei Hügelketten. Man kann sich auch dort ganz gut verweilen. Die Temperaturen sind aber ab 500m nur noch im einstelligen Bereich. So treibt es mich immer weiter südlich durch traumhafte Landschaften dass bei der Mittagsrast als Tagesziel Pompei erreichbar wir. Da das Wetter erst ab Sonntag wärmer wird, kann man ja noch eine Kulturtag einschieben.

 

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Samstag 22. April 2017

Nach einer genüsslichen Nacht in einem netten Hotel in Pompei bekomme ich noch ein fürstliches Frühstück bevor ich die Ausgrabungsstätten besichtige. Als zweites Tagesziel steht der Vesuv auf der Liste. Nicht wegen dem Krater, habe schon grössere gesehen, aber die Strasse hinauf ist es echt wert. So also mit der ersten Ration Kurven vollgedröhnt kann auch Punkt drei noch abgehakt werden. Am Hafen von Neapel gibt es bekanntlich die Weltbeste Pizza. Sie war wirklich gut. sowohl Boden wie Rand haben gefedert. 🙂 Dann war es aber erst 15 Uhr und der Tag noch nicht ausgefüllt. Also wieder raus aus Neapel, über eine kleine Abkürzung, gerade den Berg hoch und wieder runter an die Amalfi Küste. Wunderschön, aber ich war so mit dem Verkehr so beschäftigt dass es keine Fotos gibt. Da kein Camping zu finden war und die Hotels jenseits meiner Preisvorstellungen lagen bin ich bis südlich von Sorento auf einen guten Camping gefahren. Gute Ausgangslage um morgen die hohen Abruzzen zu erklimmen.

 

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Montag 2  4. April 2017

Die letzten zwei Tage lassen sich gut zusammenfassen. Von Sorento bis an den Golf von Taranto. Raus aus dem grossen Dreck in Kampagnia und weiter in das arme aber sehr saubere Basilika. Logisch bleibe ich meinem Motto nur kleine Strassen sind echte Strassen treu und fahre kreuz und quer durch die traumhafte Gegend. Es wird langsam wärmer, der Wind hat von Nord auf West gedreht und selbst auf 1000m gibt es jetzt über 10C. Die erste Nacht verbringe ich in Melfi, in einem alten Kloster, grosses Zimmer mit spartanischer Einrichtung aber wärmer wie im Zelt. Nebst einer schönen Basilika gibt es auch eine trotzige Burg mit archäologischem Museum. Ich war drin. Auch der heutige Tag bringt mich durch abwechslungsreiche Berge und Täler. Die schönsten Orte sind immer auf die Berggipfel gebaut. Nachmittags noch ein Abstecher nach Matera wo bis 1950 die Menschen unter abscheulichen Bedingungen in Höhlen gehaust haben. Ab dann wurden sie vom Staat umgesiedelt und in letzter Zeit wurden diese Behausungen restauriert und sind heute ein Touristen Magnet. Da es am Meer nachts wärmer ist campe ich am Golf von Taranto.

 

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Dienstag 25. April 2017

Die Nacht am Golf von Taranto war tatsächlich wärmer aber der Camping ist nicht so umwerfend. Nur das Restaurant dafür umso mehr. Der Langen Rede kurzer Sinn, es könnte ja auf der Anderen Seite Besser sein. Auf jeden Fall verheisst der Blick auf die Karte viel Spass. Den hatte ich auch. Also ein weiteres Mal über den südlichen, heisst jetzt Kalabrischer Apennin ans Tyrrhenische Meer und dort finde ich doch tatsächlich einen erstklassisch sauberen Camping und genehmige mir einen Day off. Sonnenbrand kultivieren am Strand, Wäsche waschen und mich im Reiseführer über Kalabrien schlau machen. Das alles ist ein mehr wie volles Tagesprogramm.

 

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Donnerstag 27. April 2017

Das Studium des Reiseführers hat sich gelohnt, ich weiss jetzt auch andere Gründe um die schönen Strassen zu finden. Also wieder rauf auf den Apennin und durch zwei verschiedene Nationalparks. Im Tal bei 28C lerne ich endlich wieder wie alle Belüftung-Reissverschlüsse in diesem Anzug funktionieren. Selbst auf über 1000m ist es immer über 20C. Das Tagesende gestaltet sich mit intensiverer Campingsuche. Leider erfolglos weil alle noch im Winterschlaf sind. Also muss ich ein Hotel finden bei dem auch BB sicher untergebracht wird. Gefunden. BB nächtigt zusammen mit einem Scooter in der Vorratskammer. Fast Verhältnisse wie in Süd Amerika.

 

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Samstag 29. April 2017

Gestern das gleiche Spiel wie immer, rauf den Hügel und wieder runter und am Ende Schlafplatz suchen. Dieses mal erfolgreicher, der Camping in Tropeas, direkt unter der der auf der äussersten Klippe thronenden Kapelle Santa Maria Dell’Isola. Heute war denn der Letzte Bergklotz auf dem Italienischen Stiefel dran. Leider war ab 700m dichter Nebel, Sicht gleich „0“, zu dem auch noch eisig kalt. Also das muss nicht sein. So bin ich die letzten paar Kilometer entlang der Küstenstrasse gefahren und wollte mich in Villa noch schlau machen wegen der Fähre nach Sizilien. Das GPS führt mich aber einen anderen Weg wie den normalen zum Fährhafen. Auf einmal war ich an der Spitze einer langen Schlange unversehens vor dem Kassenhäuschen, Ticket kaufen und 15 Min später war ich bereits auf dem Wasser. Auch die Dummen haben mal Glück. Und weiter gehts unter Sizilien.

 

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4 Kommentare zu Süd Italien

  1. Allan sagt:

    Kurvst immer noch in den Abruzzen herum?
    Wir waren übers WE in Mailand.auch Kultur ( Scala)
    Schön warmes Wetter. Bei Dir noch nicht wärmer als 5 grad
    über 500m ?
    G russ Allan ( beim Mittagessen , jetzt auch grad Sonne zuhause, aber frisch)

  2. Sissi sagt:

    Schaut Saugut aus und wärmer als hier. Wahrscheinlich ist es inzwischen auch am Nordpol wärmer als hier

  3. Allan sagt:

    Alles ok?

  4. Allan sagt:

    Möchte jetzt, nach unserem Schneedesaster hier letzte Woche, auch gerne bei 28grad unterwegs sein. Heute regnets auch schon wieder. Echt sch..
    Viel Spass
    Gruss Allan

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